Märchenhafte Träume ...

Fassadenidylle in der Darmstädter Pallaswiesenstraße

Märchenhafte Träume  -  Traumhafte Märchen  ... (Nr. 001) 16081957 = Quersumme 10 = 1 ...

... Da ist sie mir wieder begegnet - diese, meine geliebte Menschin - in einem wunderkritisch sanften Traum. Wortlos. Doch gedankenreich.

Ein Dialog zweier Augenpaare. Die sich alles sagen wollten, aber nicht konnten. Nur einer wusste und weiß alles von beiden. Sie oder Er? Nein Es! Das Universum nämlich. Wie sächlich doch das Geniale ist. Sein muss [...] So träumte es mir durchs sprach-lose Gemüt. DAS Gemüt. Hei, schon wieder ein Neutrum. Sei's drum.

Inzwischen mutierte mein Traum über das Gemüt zur Seele. Und einmal mehr wird mir der Unterschied der drei wesentlichen Nabelschnüre eines einzigen Wesens klar. Die kurzlebigste von allen? In Halb-wertzeit gemessen - nichtmal der Wimpernschlag einer Halbtagsfliege. Gerademal neun Monate Menschwerdung - gemäß Gregorianischem Kalender.

Meine mir angeborene, in die ur-Wiege gelegte, Seele jubelte. Ihre unsterbliche Nabelschnur hielt noch. Wenngleich auch sie durchaus nicht undurchtrennbar wäre. Es lag an ihr selbst. Das wusste sie. Ich selbst hing an ihr, wie an einem seidenen Faden.

"Und was", fragte ich mich und die geliebte Menschin dann, "ist mit der Nabelschnur der Gedankenwelt meines und unser aller Wesen verbunden?" Stille [...] Und so ward diese Frage innigst wohlgesonnen auch an die Gedankenwelt der über alles geliebten Menschin weitergeleitet. In der unsterblichen Hoffnung, dass sie dort auch ankäme. Und die Frage kam an: als wortloses Meeresrauschen. In der Sprache der Natur. Und nicht in jener, der nichts verstehenden Nabelschnur-Gesellschaft der Neunmonatsgeschöpfe. Die Nabelschnur meiner Seele? Ja, ein seidener Faden. Aber von der Kraft eines Stahlstranges, der eine Eiserne Brücke zu tragen vermag.

Diese geträumte Erkenntnis öffnete mir meine erwachenden Augen in den neuen Tag. "Das kann ja heiter werden", freute ich mich. Und ich lachte in meinen "jüngsten Tag" hinein. Wohlwissend, dass niemand wahrhaft imstande sein könnte, weder die Nabelschnur meiner Seele noch die meiner Gedanken zu trennen. Wir alle sind - und bleiben ! - kosmisch genial verbunden.                                    (Fortsetzungen der "Märchenhaften Träume" folgen)